Code_n: Karlsruhe soll die Zukunft feiern

Karlsruhe; GFT; Cebit2015 ließ man auf der Cebit im Rahmen von Code_n die Roboter tanzen; Foto: Code_n

Was will der Stuttgarter IT-Dienstleister GFT  mit seinem im September nach Karlsruhe ziehenden Innovationsevent „Code_n new New Festival“? Hier ergänzend zum heute Morgen publizierten Interview mit Ulrich Dietz noch ein genauerer Überblick. 

Ende September soll Karlsruhe für drei Tage ganz im Zeichen der technologischen Avantgarde stehen. Dann will der Stuttgarter IT-Dienstleister GFT, der auf die Finanzbranche spezialisiert ist,  unter dem Titel „new New Festival“, sein seit 2011 auf der IT-Messe Cebit in Hannover abgehaltenes Start-up und Technologieevent Code_n neu aufziehen. Dort hatte GFT bisher  eine eigene Messehalle reserviert und zog  im vergangenen Jahr rund 75 000 Besucher an. Das mittelständische Unternehmen ist damit zu einem bekannten Faktor in der sich etablierenden deutschen Start-up-Kultur geworden. In Karlsruhe soll vom 20. bis zum 22. September nicht nur der bisherige internationale Gründerwettbewerb Code_n stattfinden. Dort konnten sich bisher ausgewählte internationale Start-up Unternehmen bei potenziellen Kunden und Investoren vorstellen und einen Hauptpreis von 30 000  Euro gewinnen. Ergänzt wird das Event von einem Konferenzprogramm, einer so genannten Innovatoren-Arena  für Präsentationen von jungen und etablierten Firmen sowie von einem  in der ganzen Stadt verteilten Unterhaltungs- und Kulturprogramm.

Die  Künstler des  ZKM in Karlsruhe sind eng eingebunden

Eng eingebunden ist das auf Kunst im High-Tech-Zeitalter spezialisierte und international einmalige Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), das auch als  Veranstaltungsort dient. Angesprochen werden soll ein  breites Publikum, das von Firmenvertretern bis zu Studenten reicht.
„Wir wollen eine  Umgebung schaffen, bei der sich alles um das Thema Innovation dreht“, sagte GFT-Chef Dietz bei der Vorstellung: „Code_n steht für neues Denken.“ Für Baden-Württemberg sei dies ein vollkommen neues Veranstaltungsformat. Der ZKM-Chef Peter Weibel  unterstrich die enge Verbindung von Kunst und Technologieentwicklung, die man in Karlsruhe demonstrieren wolle:“Junge Künstler sind auch Gründer“, sagte Weibel. „Und die  digitale Revolution beeinflusst  die Kunst“, fügte er hinzu.
Das Event wird  vom Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft unterstützt, das in Karlsruhe insbesondere Entwicklungen im Bereich der Lichttechnologie, der so genannten Photonik,  demonstrieren will. „Das ist von einem Spezialthema für ein paar Eingeweihte zu einem Instrument geworden, das in ganz vielen Bereichen eingesetzt werden kann, von der Messtechnik über Displays bis hin zum Laserschweißen und 3-D-Druck“, sagte der zuständige Referatsleiter Frank Schlie-Roosen. Neben dem schon 2015 an Code_n beteiligten Maschinenbauer  Trumpf sollen  am 8. März weitere Förderer aus der IT-Branche und der Industrie  vorgestellt werden.  Auf die Frage, warum das Land Baden-Württemberg  noch nicht auf der Liste  auftauche, sagte Dietz, dass dort die  Entscheidung noch nicht gefallen sei: „Wir wollten aber nicht warten bis alle dabei sind und der kleinste gemeinsame Nenner erreicht ist.“

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