Die „Rulebreaker“ hauen ganz kräftig auf die Pauke

Claassen; Rulebreaker

Die EnBW hat ihren Innovationscampus – und der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen ist nun bei einem Startup-Projekt  dabei, das sich RULEBREAKER® nennt. (Ja, tatsächlich, in Großbuchstaben und mit dem  kleinen „R“ fürs geschützte Warenzeichen…) Das Ganze findet in der von der Cebit wärmstens bekannten, schönen Stadt Hannover statt  und zeichnet sich durch ein ganz un-schwäbisches Selbstbewusstsein aus.

Um den auf geradezu humoristische Weise kräftig auf die Pauke hauenden Ton richtig wiederzugeben, belasse ich es hier einmal bei ausgewählten Auszügen aus der Pressemitteilung, die heute bei mir eingetrudelt ist. „Eines der  der außergewöhnlichsten Boards unter Deutschlands Inkubatoren: Top-Manager Utz Claassen, Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky und Seriengründer Oliver Blume starten neuen Start-Up-Generator für disruptive Geschäftsmodelle“, so steht es in  fetten Lettern bereits im Vorspann. Und weiter: „Weitgehend unbemerkt vom allgemeinen Startup-Fieber in Berlin ist gestern in Hannover der neueste Company Builder des Landes an den Start gegangen: Die RULEBREAKER®“
Laut O-Ton ist Utz Claassen der „härteste Sanierer“ in der deutschen Wirtschaft, Sven Gabor Janszky der „innovativste Zukunftsforscher“ des Landes  und Oliver Blume  der „erfolgreichste serial entrepreneur“ im Apothekenmarkt. Dabei sind auch noch der Vorstand und CFO von AL-KO Nico Reiner und der Hamburger Wirtschaftsprüfer Matthias Linnenkugel. Man suche ein ungewöhnliches „Mindset“ heißt es: „Wir beschäftigen uns ausschließlich mit höchst innovativen Regelbrechern, die im globalen Maßstab an der Lösung großer Probleme für eine Vielzahl von Menschen arbeiten. Regeln zu brechen bezieht sich dabei selbstverständlich nicht auf Gesetze oder Richtlinien, sondern vielmehr auf hemmende Konventionen, strukturkonservative Verhaltensmuster und eingetretene Pfade, die verlassen werden müssen, wenn vollkommen neu gedacht und vollkommen Neues erdacht werden soll.“

Die Investoren bei Rulebreaker sind offenbar harte Burschen

Die Mitglieder dieses Investorenclubs sind laut Eigenwerbung ganz knallharte Burschen:   „Sie suchen nach den Grundregeln ihrer Branchen, die sie bewusst oder unbewusst, aber immer mit Leidenschaft verletzen! Durch ihre Regelbrüche haben sie neue Märkte entdeckt, ganze Branchen an den Rand des Abgrunds gebracht, Millionen verdient und mit eigenen Händen unsere Welt verändert.“ Die Regelbrecher sind allerdings nicht kurzatmig, sondern nach eigenen Angaben an langfristigen Engagements interessiert. Sie verstünden sich nicht als exit-getriebene Finanzinvestoren, sondern als langfristige Begleiter und Partner in frühen Phasen der Unternehmensgründung. Wir können mit unserer Erfahrung, unseren Strategien, unserer Durchsetzungskraft und unseren Kontakten mutigen disruptiven Ideen zum Durchbruch verhelfen. Wir bieten eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Gründer-Persönlichkeiten, die mit uns arbeiten wollen, bieten wir eine strategische Begleitung in der Frühphase des Unternehmens,“ so wird einer der Investoren in der Mitteilung zitiert.  Was ist das Ziel? Ganz klar! „Damit positiv die Welt zu verändern.“ Und wie müssen die Gründer für die Rulebreaker drauf sein? „Wir suchen Gründerteams jeden Alters, die einen Plan haben, wie ein großes Problem vieler Menschen gelöst werden kann. Je größer die Anzahl der Menschen ist, die dieses Problem haben, desto besser!“ Voraussetzung ist der „unbedingte Wille, Außergewöhnliches zu erreichen.“ Erste hochinteressante Projekte seien bereits in Bewertung und Vorbereitung.

Für alle, welche die lauten Töne der Rulebreaker nicht erschrecken, hier die Kontaktmailadresse: florian.witte@RULEBREAKER-management.com

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Bild: Der Titel eines 2013 erschienenen Buches spricht Bände. Quelle: http://www.utz-claassen.de/

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