Was tun die Entrepreneurtalente Stuttgart?

EntrepreneurtalenteDie Entrepreneurtalente veranstalten jährlich in Stuttgart einen Gründerkongress; Foto: Webseite

Die Stuttgarter Entrepreneurtalente wollen insbesondere für jüngere Leute bis Mitte Zwanzig eine Institution sein, die zum Schritt ins Unternehmertum ermuntert. Der Verein pflegt den Erfahrungsaustausch und organisiert Kongresse und Events.

Es begann damit, dass im Jahr 2009 die damalige baden-württembergische Landesregierung, an den Schulen des Landes junge Nachwuchstalente für das Unternehmertum entdecken wollte. Auswahlrunden an den Schulen und ein interessantes Bildungsprogramm sollten die Schüler motiveren, sich mit dem Thema Wirtschaft und vielleicht auch einmal mit der Perspektive einer Unternehmensgründung auseinanderzusetzen. Das Förderprogramm ist schon lange ausgelaufen. Die Gruppe junger, wirtschaftsbegeisterter Leute gibt es unter dem Namen Entrepreneurtalente  seit 2013 als privat getragener,  vom Wirtschaftsministerium und privaten Sponsoren unterstützter  Verein aber immer noch. Unter den vielen Gruppierungen, die sich in der Region dem Unternehmertum verschrieben haben, sind die Entrepreneurtalente mit zurzeit 40 Mitgliedern eine der kleineren. Doch man gewinne stetig neue Mitglieder, sagt der Schatzmeister Felix Ladage. Schließlich hat die Gruppe im Stuttgarter Startup-Biotop ihren ganz eigenen  Platz. Im Gegensatz zu anderen Gruppen, welche die Interessen etablierter Gründer im Blick haben oder den Gründergruppen an einzelnen Hochschulen, findet sich bei den Entrepreneurtalenten  ein Querschnitt junger Leute in unterschiedlichen Lebenssituationen. Sie sind für das Thema Startup offen, aber ihr Weg hat sich noch nicht entschieden. Mit zehn Euro Jahresgebühr im ersten Jahr der Mitgliedschaft und mit 60 Euro im zweiten hält  man mit Blick auf die junge Zielgruppe zwischen 17 und 25 Jahren die Einstiegshürde  gering.

Die Entrepreneurtalente haben vor allem Studenten als Mitglieder

Die meisten Mitglieder stecken noch im Studium, inzwischen auch vermehrt an Universitäten außerhalb Stuttgarts. Darunter ist auch Ladage selbst, der gerade ein Praktikum bei einem großen Stuttgarter Autohersteller macht. „Ich würde schon  einmal gerne gründen. Aber im Augenblick  fehlt mir dafür noch die wirklich zündende Idee,“  sagt der Tübinger Student der Wirtschaftswissenschaften. Insbesondere für eine solche Situation will die Gruppe da sein. Im Verein sind allerdings auch mehrere Gründer aktiv. „Unsere Stärke ist es, dass wir unterschiedliche Perspektiven und unterschiedliche Erfahrungen aus verschiedenen Orten verbinden“, sagt Ladage.
Der Grundgedanke ist es, dass sich die Vereinsmitglieder mit ihrer jeweiligen Expertise gegenseitig unterstützen. „Die Mitglieder stehen bei uns im Mittelpunkt“, sagt Ladage. Man sieht sich nicht nur als lose Interessen-Gruppierung, sondern als solidarische Gemeinschaft, die den internen Erfahrungsaustausch pflegt. „Wie intensiv man sich aber einbringt, ist sehr unterschiedlich“, sagt Ladage. Mit öffentlichen Veranstaltungen etwa einem an  Schüler und Studenten gerichteten, jährlichen Stuttgarter Startup-Kongress namens Yehaa! will der Verein  das unternehmerische Denken in der Region fördern.
„Wir wollen beispielsweise Startups auch als möglichen Arbeitgeber in den Blick rücken“, sagt Ladage. Angedacht ist deshalb beispielsweise eine öffentliche Jobbörse, bei der sich Gründer und Interessenten finden können. Dazu gibt es Exkursionen etwa nach Berlin. Im Herbst ist über das engere Startup-Thema hinaus ein Kongress zum Thema Familienunternehmen geplant. Bei Veranstaltungen kooperiert man mit anderen Startup-Gruppierungen wie dem Verein Startup-Stuttgart. Intern finden regelmäßig Workshops und Mentorenprogramme statt. Schritt um Schritt breitet sich die Idee von der gegenseitigen Hilfe für junge Entrepreneure nun auch außerhalb Stuttgarts aus. Eine Hochschulgruppe in Tübingen steht vor der Gründung. Und auch nach München hat es inzwischen eine Gruppe von Mitgliedern verschlagen. Das  Netz an Förderern und Unternehmenskontakten ist inzwischen bundesweit ausgeworfen.

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