Hackathon in Stuttgart speziell für Unternehmen

Hackathon; Stuttgart

Ein Hackathon für Unternehmen? Das klingt für eine südwestdeutsche Unternehmenskultur, die eifrig ihre Innovations-Geheimnisse hütet, erst einmal wie ein Widerspruch in sich. Doch die Organisatoren des seit vier Jahren etablierten Hackathon Stuttgart möchten im kommenden Frühjahr diesen Versuch wagen.

Ein Hackathon, wie er Anfang November zum vierten Mal in Stuttgart stattfand (Foto) , lebt vom Prinzip der Offenheit. Häufig finden sich die meist drei- bis sechsköpfigen Teams, die meist an einem langen Wochenende an einem gemeinsamen IT-Projekt arbeiten, vor Ort spontan zusammen. Sie basteln und „coden“ an Ideen, um sie anschließend zu präsentieren. Aber auch Startups, die gelegentlich schon mit festen Ideen und einem kleinen Teams zu solchen Events anreisen, schätzen die  Lockerheit und Inspiration, die auf diesen, für die Startup-Kultur typischen Treffen üblich ist. Die Eintrittshürde ist  niedrig: Jeder Interessierte darf kommen.  Der Sindelfinger IT-Dienstleister Logicline,  der den Stuttgarter Hackathon mit organisiert, würde diese Erfahrung in intensivem Teamwork unter Zeitdruck  gerne auch Mitarbeitern aus etablierten Unternehmen nahe bringen. Die Idee kam auf, weil die IT-Beratung von Firmen zum täglichen Geschäft des Unternehmens mit seinen 25 Mitarbeitern gehört, die ihre Geschäfte vermehrt  digital umbauen wollen.

Ein Hackathon als Inspiration zur Digitalisierung des Geschäfts

In Kürze soll deshalb die Einladung zu einem Hackathon für Unternehmen herausgehen, der sich speziell um das Thema Digitalisierung bestehender Geschäftsfelder drehen soll. Industrie 4.0 und das „Internet der Dinge“ wären hier Stichworte, die sich in den Projekten des Wettbewerbs widerfinden sollen. Es wäre keine kommerzielle Veranstaltung, sondern sozusagen ein Event zur Innovationsförderung. Das Format wäre, wie auch der vergangene Hackathon, der auf dem Gelände des Startup Campus Stuttgart bei der Merz-Akademie stattgefunden hat, relativ kompakt: 50 bis 60 Teilnehmer hätten wohl Platz, also maximal rund zehn verschiedene Teams. Noch sind die Teilnahmekonditionen nicht genau definiert. Denkbar wäre durchaus, dass sich Mitarbeiter aus verschiedenen Firmen vielleicht sogar kurzfristig zu einem Team zusammenschließen. „Uns ist schon klar, dass das erst einmal ein Experiment ist, weil wir nicht einschätzen können, inwieweit sich Firmen auf solch ein offenes Format einlassen“, sagt Valentina Puksic, die bei Logicline für das Marketing und damit auch für die Veranstaltung zuständig ist. Ermutigt ist sie durch die Tatsache, dass Firmen in der Region zunehmend auf der Suche nach neuen, offeneren und kreativeren Formaten sind, um neues Denken zu befördern. Firmen  wie Bosch oder Car2Go agieren bereits als  Sponsoren von Veranstaltungen wie dem Hackathon Stuttgart. Interessant wäre es allerdings vor allem, auch mittelständische Unternehmen zur Teilnahme zu ermuntern, für welche Startup-Arbeitsweisen noch Neuland sind. Immerhin, Hackathons für Unternehmen scheinen ein weltweiter Trend zu sein, wie gerade erst der britische Economist berichtet hat.

Weitere Informationen: http://www.logicline.de/hackathon-stuttgart/
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Bildquelle: Hackathon Stuttgart

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