Innovationspreis mit Tradition

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Auch ein Innovationspreis kann Tradition haben. Seit 1985 verleiht das Land Baden-Württemberg, den nach dem einstigen baden-württembergischen Wirtschaftsminister benannten Dr.-Rudolf-Eberle-Preis, der Kreativität und Erneuerungsfähigkeit des Mittelstands im Land würdigen will.

„Mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg zeigen wir, welche innovativen und tollen Ideen die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg jedes Jahr umsetzen und auf den Markt bringen“, schreibt der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid in der gerade veröffentlichten, aktuellen Ausschreibung. Man wolle die klugen Köpfe und guten Ideen der baden-württembergischen Wirtschaft sichtbar machen. Der Preis soll gerade kleine und mittlere Unternehmen dabei ermuntern, sich immer wieder neu zu erfinden.  Dotiert ist das Ganze mit insgesamt  50000 Euro. Der Preis richtet sich bewusst nicht, wie so viele andere Wettbewerbe, gezielt an Startups oder die Digitalbranche. Preiswürdig ist generell die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Technologien. Nicht nur Industriebetriebe, sondern auch Handwerksfirmen oder technologische Dienstleister sind angesprochen. Zusätzlich hat aber die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) des Landes aber einen Sonderpreis ausgelobt, der speziell an ein junges Unternehmen vergeben wird.

Die Bewerber für den Innovationspreis dürfen nicht zu groß sein

Die teilnehmenden Unternehmen sollen nicht mehr als 500 Beschäftigte haben und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.  Der Sonderpreis für junge Unternehmen richtet sich an  Firmen, die nicht älter sind als 10 Jahre. Diese dürfen nicht mehr als 100 Beschäftigte haben und im Jahr einen Umsatz von höchstens zehn Millionen Euro machen.
Die Bewerbungsfrist für den Innovationspreis endet am 31. Mai, die Preisverleihung ist im Herbst. Das verantwortliche  baden-württembergische   Finanz- und Wirtschaftsministerium hat mit der Organisation des Wettbewerbs das Informationszentrum Patente beim Regierungspräsidium Stuttgart beauftragt. Dafür wurde eine landesweit zuständige Geschäftsstelle  beim  Regierungspräsidium Stuttgart eingerichtet. Über die Vergabe des Innovationspreises und des MBG Sonderpreises entscheidet ein Preiskomitee. Es bewertet die Wettbewerbsbeiträge nach drei Kriterien: dem technischen Fortschritt, der besonderen unternehmerischen Leistung und dem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Im vergangenen Jahr gewann den Preis die Reutlinger Firma Schnier Elektrostatik für eine innovative Lösung bei Lackier-Robotern .

 

Infobox: Wer war Rudolf Eberle? 
Der CDU-Politiker Rudolf Eberle (1926-1984) studierte Philosophie, Geschichte und Volkswirtschaft in Freiburg, wo er auch zum Dr.rer.pol promovierte. Anschließend arbeitete er als  wissenschaftlicher Assistent an der Uni Freiburg sowie bei der Gesellschaft für Agrarpolitik und Agrarsoziologie in Bonn.  Weitere  Stationen waren Positionen als Geschäftsführer  der Planungsgemeinschaft Hochrhein und  als Hauptgeschäftsführer bei der Industrie- und Handelskammer Hochrhein. Eberle war Stadtrat in Säckingen und wurde 1964 in den baden-württembergischen Landtag gewählt. Von 1972 bis zu seinem Tod war er baden-württembergischer Wirtschafts- und Verkehrsminister. Eberle starb unerwartet an einem Herzinfarkt, woraufhin der von ihm begründete Innovationspreis für kleine und mittlere Unternehmen in Dr.-Rudolf-Eberle-Preis umbenannt wurde. 

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