US-Firma kauft Movilizer in Mannheim

Movilizer; Mannheim

Die vor zehn Jahren gegründete  Plattform Movilizer aus Mannheim, die Cloudanwendungen für den Außendienst offeriert, wurde vom US-Konzern Honeywell übernommen. Die  Mannheimer Startup-Förderer sehen dies als ihre bisher größte Erfolgsgeschichte. 

Wie das  Mannheimer Technologiezentrum Mafinex, in dem Movilizer groß geworden ist,  nun mitteilte, wurde der Kauf für einen ungenannten Betrag bereits im März abgewickelt. „Das rasante Wachstum ist auf Dauer nur mit einem großen Investitionsvolumen fortzuführen“ , sagt  der  Geschäftsführer Oliver Lesche. Dafür sei ein Partner wie Honeywell notwendig. Seit seiner Gründung durch den Informatiker Jörg Bernauer, den Betriebswirt Oliver Lesche und der Medienwissenschaftler Alberto Zamora  ist die Firma auf rund 115 Mitarbeiter an acht Standorten gewachsen. Kunden sind mehr als  200 multinationale Unternehmen in 30 Ländern. Movilizer bleibt auch unter dem neuen Besitzer eigenständig und wird auch sein Angebot mit dem bestehenden Team weiterentwickeln. Honeywell ist ein US-amerikanischer Mischkonzern mit Geschäftsfeldern im Bereich Chemikalien, Luft- und Raumfahrt, Transport, Automatisierung und der Rüstungsindustrie. Nach der Übernahme gehört Movilizer in dem Unternehmen zur Sparte Sensing and Productivity Solutions, einem Unternehmensbereich von Honeywell Automation und Control Solutions, der sich mit smarten Geräten in den Bereichen Industrie, Privathaushalte und öffentlichen Bereichen befasst.

Movilizer hat vom Gründerzentrum in Mannheim profitiert

Das seit drei Jahrzehnten aktive Gründerzentrum und Startup-Förderprogramm Mafinex präsentiert den Verkauf als „bisher größte Erfolgsgeschichte“ und als Beleg für die erfolgreiche Mannheimer Förderpolitik. Die Mg – Mannheimer Gründungszentren Gmbh betreibt aktuell acht Gründungszentren in Mannheim. Das so genannte Mafinex-Technologiezentrum ist eines davon.   Movilizer habe dort die benötigte Fläche immer reibungslos der sehr schnell wachsenden Zahl an Mitarbeitern anpassen können, heißt es in der Mitteilung.
Die Unternehmensgeschichte von Movilizer begann mit einer Beratung im Startup-Zentrum der  IHK Rhein-Neckar. Es ging darum, eine Software zu entwickeln, um mobile Endgeräte – damals noch Tastenhandys – mit interner Unternehmens-IT  zu verknüpfen. Ursprünglich unter dem Namen Movilitas entwickelten die Jungunternehmer ihre Produktidee weiter. Sie finanzierten sich durch eine parallele Tätigkeit als IT-Berater selbst. Bereits 2013 wurde dieser Beratungs- und Schulungszweig mit rund 50 Mitarbeitern an einen US-amerikanischen Investor verkauft. Die drei Gründer starteten nun unter dem Namen  Movilizer mit ihrer ursprünglichen Produktidee durch. Sie haben auch durch einen App-Wettbewerb und Hilfen für Existenzgründer bereits andere Startups insbesondere in der Region Mannheim unterstützt. Movilizer  habe auch durch die Organisation von großen Events dazu beigetragen, dass das Gründerzentrum und der Startup-Standort Mannheim bekannt geworden seien.  „Das Zentrum lebt von Austausch, Begegnung und kontinuierlichem Gespräch“, sagt Claudia Rabe, die Leiterin des Technologiezentrums. Movilizer wird vom Sommer 2016 andere, größere Räumlichkeiten im neuen Mannheimer Gewerbegebiet   Eastsite beziehen.

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