Bell Labs – Spitzentechnologie made in Stuttgart 

Spitzentechnologie; Bell Labs

Alcatel-Lucent hat für Journalisten in dieser Woche seine Bell Labs geöffnet – und dabei einige interessante Einblicke gegeben, wie die Telekommunikations- und Internetinfrastruktur in den Jahren 2020 und danach aussehen könnte. Der neue und inzwischen in der Standardisierungsphase angelangte Mobilfunkstandard 5G, der nach 2020 an den kommerziellen Start gehen könnte, ist noch vergleichsweise gut bekannt. Doch faszinierend ist vor allem die Tatsache, wie viel Intelligenz in den Kommunikationsnetzen der Zukunft stecken wird. Das Smartphone darf sozusagen dümmer werden, weil es zur virtuellen Maschine wird, deren wichtigste Software-Komponenten künftig in einem Cloud-Datenzentrum liegen. Diese Datenzentren werden in so genannten Metro-Netzen stärker dezentralisiert,  kleiner und  lokaler werden – also zum Rückgrat eines Baden-Württemberg-Netz anstatt eines World Wide Web. So werden die Übertragungszeiten kürzer und die die Kapazitäten können lokal besser gemanagt werden. Der  kleine Sensor in der Industrie 4.0, der nur selten Daten überträgt,  bekommt zeitgenau und flexibel ebenso die passenden Ressourcen zugeteilt wie der breitband-hungrige Online-Gamer, der maximale Leistungsfähigkeit will. Stuttgart gehört dabei zu den stillen Metropolen dieser Forschung: Es ist bei der Weiterentwicklung der oft nicht als sehr sexy geltenden Netzwerkinfrastruktur im Weltmaßstab ein Spitzenstandort und  in Deutschland nach dem Abbau der  Forschungsabteilungen  von Ericsson inzwischen einmalig. Wer also als Start-up oder Power-Nutzer ganz selbstverständlich besten Sound und ruckelfreie Bilder erwartet, sollte auch ab und zu einmal auf diese Entwicklungen blicken. Stuttgart lockt mit den Bell Labs hochqualifizierte Wissenschaftler aus aller Welt an. Update: Link zu meinem Artikel in der Stuttgarter Zeitung siehe Post vom 17.7.

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